Deutschunterricht im Gemeindehaus: Junge FRau mit Kopftuch sitzt schreibend an einem Tisch

Wie geht es eigentlich weiter mit den Flüchtlingsunterkünften im Bezirk? Manche Menschen sind uns zu gewohnten Nachbarn geworden. Sie haben den Weg bis Deutschland und Berlin geschafft, während es heute nur noch wenigen ihrer Freunde und Familienangehörigen gelingt, bis hierher zu kommen.

Vieles bleibt ungewiss. In der Schulturnhalle am Teltower Damm, in den Flüchtlingsheimen am Hohentwielsteig, in der Goertzallee und der Thielallee wohnen etliche der Deutsch-Schüler, die täglich ins Gemeindehaus der Paulusgemeinde kommen, um hier unter freundlicher und sachkundiger Anleitung die deutsche Sprache zu üben. Die Lehrenden engagieren sich hier mit Treue und Beharrlichkeit. Zwischen den Tischen mit den kleinen Lerngruppen stehen Kinderwagen. Säuglinge der eritreischen Familien trainieren auf dem Parkettboden des großen Saales parallel zum Fremdsprachen-Erwerb ihrer Eltern das Robben und Krabbeln. Die älteren Kinder besuchen in den unterschiedlichen Schulen Willkommensklassen oder nehmen bereits am Regelunterricht teil.

Ob sie Christen sind, Muslime oder Hindus – mit den Weihnachtstagen beginnen die immerhin zehntägigen Ferien. Wer seit vielen Monaten in einer Turnhalle wohnt, dem kann das zu einer langen Zeit werden. Die Paulusgemeinde wird auch in diesen Tagen ihre Türen auftun für Möglichkeiten der Begegnung und des Gesprächs. Wer sich engagieren möchte und Kontakt zu den Gästen aus zum Beispiel Afghanistan, Eritrea, Syrien, dem Irak und Zentralafrika sucht, ist zur Mitarbeit in der Paulusgemeinde willkommen.

Wie auch immer es mit den Unterkünften im Bezirk weitergehen mag, der Deutschunterricht im Gemeindehaus ist eine Einrichtung geworden und wir brauchen dringend noch weitere Lehrende. Die Einführung durch eine erfahrene Pädagogin wird allen Interessierten angeboten.

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf unter Telefon 80 98-32 13 oder per Mail

Von Dr. Donata Dörfel, aus den Paulus Blättern Dez 2016 / Jan 2017, Seite 4

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