Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal der Tag, an dem Martin Luther der Überlieferung nach seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen hat. Diesem Jubiläum hat die Paulusgemeinde Zehlendorf einige Konzerte gewidmet, so u.a. das Stummfilmkonzert „Luther“ am Sonntag, den 8. Oktober um 20 Uhr in der Pauluskirche.

Der Historienfilm "Luther“ von Hans Kyser aus dem Jahr 1927, uraufgeführt im Berliner Ufa-Palast, wurde im Bundesarchiv aufwendig rekonstruiert und restauriert und die neue Fassung im Januar 2017 in der Passionskirche erstmals präsentiert - mit Live-Filmmusik von Stephan Graf von Bothmer.

Der Film sei ein faszinierendes historisches Zeitdokument, das Luther zwar als Held verkläre, aber von großer künstlerischer Qualität sei, so Bothmer gegenüber der Wochenzeitung „Die Kirche“ vom 15. Januar 2017. Mit seiner Musik versuche er Luther als Mensch mit Ängsten, Unzulänglichkeiten, revolutionären Einsichten und mutigen Entscheidungen zu durchdringen.

Die Filmbiografie „Luther“ erzähle dessen Leben aus der Perspektive von 1927: Studienzeit, dunkle Momente, das Gewittererlebnis, sein Leben als Mönch, seine Zweifel, seine exzessiven Bibelstudien, seine Entdeckung, dass Gott barmherzig sei und kein zürnender Richter, die Konfrontation mit dem Ablasshandel, dann, als Doktor der Theologie, das Anschlagen der 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg, der Reichstag zu Worms, auf dem Luther nicht widerruft, Bannbulle des Papstes und Reichsacht, die Bibelübersetzung auf der Wartburg und schließlich die Bilderstürmer mit Luthers Heimkehr nach Wittenberg.

Weitere Konzerte siehe Veranstaltungen

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